Vom Freitag, dem 29. Mai bis zum Sonntag, dem 31. Mai 2026 wird eine Gemeinschaftstagung der Görres-Gesellschaft mit der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) im Kloster Banz unter dem Titel „Jüdisches Leben in Deutschland. Perspektiven und Herausforderungen gestern und heute“ stattfinden.
Die wissenschaftliche Tagungsleitung wird bei Frau Dr. Sophia Schmitt (Uni Freiburg) und Prof. Dr. Thomas Brechenmacher (Uni Potsdam) liegen. Über das jüdische Leben in Deutschland heute wird der jüdische Student Dennis Ossipov berichten.
Das detaillierte Programm der Tagung finden Sie hier.
Interessenten melden sich bei Martin.Barth(at)goerres-gesellschaft.de
Die Tagung ist interdisziplinär konzipiert und richtet sich vorwiegend an jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Tagungsbeitrag beträgt per Studierende 50 Euro für das gesamte Wochenende, für die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer 100 Euro. Eine Mitgliedschaft in der Görres-Gesellschaft oder im Jungen Forum sind keine Voraussetzung für eine Teilnahme. Das Teilnehmerfeld ist auf 25 Personen begrenzt.
Bereits in den Vorjahren fanden solche Gemeinschaftstagungen im Kloster Banz statt:
- 2025 zum Thema "Wissenschaftsfreiheit (Bericht hier)
- 2024 zum Thema "Die Soziale Marktwirtschaft - Grundlage von Freiheit, Wohlstand und Demokratie" (Bericht hier)
- 2023 zum Thema "Kriegschaos und Friedensordnungen" (Bericht hier).
Zum Hintergrund:
Jüdisches Leben gehört seit mehr als 1.700 Jahren zu Deutschland – reich an Tradition, geprägt von kultureller Tiefe und bis heute lebendig und im Wandel. Zwischen überlieferten Praktiken und neuen, selbstbewussten Perspektiven gestalten Jüdinnen und Juden das gesellschaftliche Leben aktiv mit.
Gerade dieser Reichtum steht jedoch in einem spannungsvollen Kontrast zu aktuellen Entwicklungen: Während jüdisches Leben sichtbar und vielfältig ist, wächst zugleich der Antisemitismus – nicht nur als abstraktes Phänomen, sondern als konkrete Herausforderung für den Alltag vieler Jüdinnen und Juden, insbesondere nach dem 7. Oktober 2023.
Unser Seminar nimmt dieses Spannungsfeld bewusst in den Blick: Es lädt dazu ein, die Geschichte und Kontinuität jüdischen Lebens zu entdecken und zugleich die gegenwärtigen Herausforderungen einzuordnen. Welche Vergangenheit, Erfahrungen und Zukunftsentwürfe prägen jüdisches Leben? Und was bedeutet das für unsere Gesellschaft?
Unter der Leitung der Judaistin Sophia Schmitt und des Historikers Thomas Brechenmacher verbinden wir fundierte Einblicke mit lebendiger Diskussion. Der jüdische Student Dennis Ossipov bringt persönliche Perspektiven ein und eröffnet neue Zugänge zum Thema.
Freuen Sie sich auf ein Seminar, das informiert, zum Nachdenken anregt – und neue Perspektiven eröffnet.

