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27.08.25

Görres-Gesellschaft tagt in Mannheim zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte um Diskursräume

Die Görres-Gesellschaft führt ihre Jahrestagung Ende September in Mannheim zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte um die Verengung von Diskursräumen und zur Frage durch, ob es überhaupt (noch) möglich ist, sich auf wissenschaftliche Standards wie die Bildung eines „Kanons“ zu verständigen. 
Vom 26. September bis zum 28. September 2025 tagen rund 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 20 verschiedenen Disziplinen in 15 Fachbereichssitzungen an der Universität Mannheim. Als inhaltlichen Rahmen für ihre Tagung, zu deren kostenlosem Besuch alle Interessenten sehr herzlich eingeladen sind, hat die Görres-Gesellschaft das Thema „Kanon und Diskurs“ gewählt. Das detaillierte Programm finden Sie auf der Internetseite der Görres-Gesellschaft (hier), eine Voranmeldung zur Tagung ist erwünscht und kann bis zu ihrem Beginn erfolgen (hier). Die Tagung findet an der Universität Mannheim im Ostflügel des Schlosses statt.
 
Einige Beispiele aus dem Tagungsprogramm illustrieren, wie das Thema aufgegriffen werden soll:  Die philosophische Sektion befasst sich mit der Frage, „wie die Philosophie exklusiv „europäisch“ wurde“. In der Pädagogik wird unter dem Titel „Rauschen im Blätterwald?“ nach den Bildungskanon-Debatten in Geschichte und Gegenwart gefragt. Die Geschichtswissenschaften werfen einen kritischen Blick auf die Agenda der „kanonischen Themen des Postkolonialismus“. Spannend dürfte die Sektionsveranstaltung der Altertumswissenschaften werden, wo z.B. über „Büchervernichtung, Kanon und Diskurs als spätantike Formen der Zensur“ diskutiert wird, während die Neuphilologien ihre Sitzung unter das Thema „Kanon MACHT Diskurs“ stellen. Die Religionswissenschaften schließlich untersuchen u.a. „Kanonbildung“ in den Weltreligionen, und in der Kunstgeschichte wird die Kanonisierung an Beispielen aus dem Mannheimer Schloss untersucht. 
Darüber hinaus wird sich die rechts- und staatswissenschaftliche Sektion mit der „Verfassungsordnung im Verteidigungsfall" beschäftigen, die Politikwissenschaft zusammen mit den Wirtschaftswissenschaften mit den Herausforderungen für die Demokratie.
 
Einen Höhepunkt bildet am Samstag ab 18:30 Uhr in der Aula des Ostflügels der Universität Mannheim der Vortrag von Prof. Achim Wambach, Präsident des Leibniz Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, zum Thema „Zwischen Neutralität und Wirkung. Wissenschaftstransfer in die Politik“. Am Sonntag wird der renommierte Soziologe Prof. Dr. Heinz Bude, Kassel, zum Thema „Kanon und Diskurs in der multipolaren Welt“ sprechen.
 
Zur Tagung in Mannheim haben bereits einige prominente Rednerinnen und Redner ihre Teilnahme angekündigt. So wird der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Philipp Amthor, einen Vortrag halten zum Thema „Einigkeit und Recht und Freiheit – Werte, die wir verteidigen“. Der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Matthias Kopp, wird über seine Dissertation unter dem Titel „Iraks christliches Erbe. Vom Überleben im Zweistromland“ sprechen und der bekannte Religionswissenschaftler Prof. Dr. Klaus von Stosch hält einen Vortrag über „Kanonbildung“ im Dialog der Religionen“.
Ganz besonderes Augenmerk gilt den zahlreichen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, die zur Tagung erwartet werden. Das eigens für diese Gruppe ins Leben gerufene „Junge Forum der Görres-Gesellschaft“ bietet die Möglichkeit, sich zu vernetzen und eigene Akzente zu setzen.
 
Nochmals: Sehr herzliche Einladung an alle, die sich für dieses aktuelle und brisante Thema interessieren!

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