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Nachrichten der Görres-Gesellschaft

16.06.26

Matthias Kopp in Bonn: "Zukunft für die Christen im Irak möglich!"

Dr. Matthias Kopp

Prof. Dr. Ulrich Schlie bei der Begrüßung

Kinder im Flüchtlingslager (Bild: M. Kopp)

Schutzgebende Maria (Bild: M. Kopp)

Papst Franziskus in den Trümmern der Kirchen von Mossul (Bild: M. Kopp)

Versöhnung zwischen Muslimen und Christen, Minarett und Kirchturm, Wandgraffiti (Bild: M. Kopp)

Treffen von Papst Franziskus mit Großajatollah Ali as-Sistani

Unter dem Titel „Iraks christliches Erbe. Vom Überleben im Zweistromland“ hielt Dr. Matthias Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, am Dienstag, dem 16, Juni 2026, einen herausragenden Vortrag und zog die Zuhörerinnen und Zuhörer in seinen Bann. 
Vor dem Hintergrund seiner zahlreichen Reisen in den Irak und den Nahen Osten, insbesondere der Reise von Papst Franziskus in den Irak im März 2021, erläuterte Kopp die dramatischen Ereignisse, die zur Ermordung von rund einer halben Million Christen durch den IS führten und die Vertreibung aus ihrer angestammten Heimat ins sichere Kurdistan. Zu Herzen gingen seine Schilderungen von Kinderschicksalen aus den Flüchtlingslagern im Nordosten des Irak – Kinder, die in ihrem Leben kaum etwas anderes als Flucht, Terror und Krieg erlebten.  
Anhand des Glasbildes, das Maria mit ausgebreitetem Mantel zeigt, unter den sich vom IS verfolgte Christen flüchten, machte Kopp die schutzgebende Rolle der Kirche deutlich. Er blieb jedoch bei seiner Schilderung von Vertreibung und Elend nicht stehen, sondern führte Hoffnung machende Beispiele an: Nach der Niederlage des IS würden Christen wieder in Gebiete zurückkehren, aus denen sie einst vertrieben wurden. 
Besonders eindrücklich schilderte Kopp den Besuch von Papst Franziskus im März 2021. In den Trümmern der Kirchen von Mossul, von wo aus der IS den „Sturm auf Rom“ ausgerufen hatte, betete der Papst am 7, März 2021 für die Opfer von Terrorismus, Gewalt und Vertreibung, und verurteilte zugleich Gewalt im Namen der Religionen. Historisch nannte Kopp das Treffen von Papst Franziskus mit Großajatollah Ali as-Sistani, der nach dem Treffen den Satz prägte: „Wir sind alle Kinder Gottes unter den Sternen Abrahams.“ 

Die Veranstaltung wurde von der Görres-Gesellschaft und dem Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn gemeinsam durchgeführt. Zunächst führte Prof. Dr. Ulrich Schlie, Direktor des CASSIS, in das Thema “Religion und Politik” ein, ehe Dr. Matthias Kopp das Wort ergriff. Seine Ausführungen basierten auf seiner im Jahr 2024 erschienenen Dissertation, die im Herder-Verlag erschienen ist (Details hier).

Die Görres-Gesellschaft dankt Dr. Michael Kopp und dem CASSIS-Institut für die wiederum hervorragende Zusammenarbeit an diesem Abend. Sehr gerne wiederholen wir dies! 

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